Rund 50 Personen versammelten sich beim Altersheim Suhrhard zur Abendexkursion. Martin Keiser und Simone Fedeli von BirdLife Aargau und dem Natur- und Vogelschutzverein Buchs geleiteten die die Interessierten durch den Wald  ins Gebiet der ehemaligen Kiesgrube im Lostorf. Hier entstand über die Jahre hinweg ein Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung.

Im Lostorf begrüsste die Präsidentin des Natur- und Vogelschutzvereins Marianne Wyler alle herzlich und stellte den Exkursionsleiter Christoph Bühler und die Mitleidende Petra Ramseier vor. Der Biologe Bühler ist im Auftrag des Kantons Aargau für die kantonale Bestandes-Überwachung der Amphibien (Amphibienmonitoring Aargau) verantwortlich. Die beiden Exkursionsleiter verstanden es bestens den Teilnehmenden die Amphibien und ihre Ansprüche näher zu bringen. So konnten einige Amphibien wie Fadenmolche, Gelbbauchunken und Kaulquappen in Aquarien bestaunt werden. Sie wurden später wieder an ihrem angestammten Platz ausgesetzt. Hören konnte man an diesem Abend auch die Gelbbauchunke mit ihrem typischen, feinen Gequake.

Bis zum Eindunkeln erfuhren die Anwesenden viel darüber, wie die Lebensräume für Amphibien beschaffen sein müssen, damit sie ideale Lebensbedingungen vorfinden. Fast alle Amphibien benötigen Wasser als Lebensraum für sich und ihren Laich. Nach dem Laichen wandern sie wieder in den angrenzenden Wald, wohin sich auch die Jungtiere zurückziehen, bis sie geschlechtsreif sind.

Im Gebiet Lostorf sind Gelbbauchunken, Molche, verschiedene Frösche und Kröten heimisch. Die Geburtshelferkröte und die Kreuzkröte waren vor Jahren regelmässig in den Teichen der stillgelegten Kiesgrube zu beobachten und sind leider in der letzten Zeit verschwunden. Damit sie sich wieder ansiedeln können, wurden mehrere Tümpel gebaut, die im Laufe des Jahres austrocken und sich im Frühling wieder mit Wasser füllen sollen. Dies ist nötig, damit räuberische Larven wie die der Libellen absterben und so der Laich der gefärdeten Arten besser aufwachsen kann.