Der Frühlingsmarkt mit Setzlingstauschbörse vom 9. Mai muss leider aufgrund der Corona-Krise abgesagt werden.

Anstelle der Setzlingstauschbörse werden wir ab 1. Mai bis Mitte Juni einen Setzlings-Tausch-Tisch am Postweg 10 aufstellen.

Wie funktioniert das?

  • Bringen Sie Ihre überzähligen Setzlinge und Pflanzen, beschriften Sie sie mit dem Namen der Pflanze und des Spenders sowie, wenn vorhanden, zusätzliche Informationen zum Standort, Verwendungszweck, Blütenfarbe, etc.. (nicht angeschriebene und kranke Pflanzen werden umgehend entfernt)

oder

  • nehmen Sie die Setzlinge und Pflanzen mit, für die Sie in Ihrem Garten einen Platz haben. (Sie brauchen nichts zu bezahlen.) Wir freuen uns, wenn viele Pflanzen und Setzlinge einen neuen Garten finden.

Zorro mit Augenbinde
Das Männchen des Neuntöters ist durch seine schwarze Augenbinde, den hellen bis rosafarbenen Bauch und den grauen Oberkopf unverkennbar. Das Weibchen ist mit dem mehrheitlich braun gefärbten Federkleid beim Brüten perfekt getarnt. Neuntöter leben vor allem in Kulturlandschaften mit Niederhecken, extensiv genutzten Weiden oder Obstgärten, Rebbergen und Waldlichtungen mit umgebenden Magerwiesen, Brachen oder sonst einem reichhaltigen Angebot an Pflanzen und somit an Insekten. Er brütet vom Mittelland bis hinauf auf 1950 m ü. M.

Friedlicher als sein Name
Der Neuntöter ernährt sich überwiegend von Heuschrecken, Grillen,  Käfern, Spinnen, Hummeln, Wespen sowie kleinen Wirbeltieren. Von einer Warte aus erspäht er seine Beute und erhascht sie im Flug oder greift sie am Boden. Bei genügend Nahrung spiesst er einen Teil seiner Beute auf Dornen auf. Seinen Namen verdankt der Neuntöter, auch Rotrückenwürger genannt, diesem Verhalten. Man meinte früher, dass er zuerst neun Tiere aufspiesse und sie erst dann verzehre. (Quelle Birdlife Schweiz)

Mehr über den Neuntöter können Sie auf birdlife.ch lesen.

Kürzlich hatte ich eine Unterhaltung mit einem angehenden Rentner. Er winkte gleich ab, als ich ihn fragte, was er jetzt machen würde. Er habe bereits die Pflege des Umschwungs von einem Unternehmen vor Ort angenommen. Natürlich fand ich das sehr spannend und habe die Hoffnung ausgedrückt, dass es sich um ein naturnah eingestelltes Unternehmen handle.

Von der Natur sprechend sagte er mir, mit Blick auf meinen Garten, dass seine Frau eben einen «aufgeräumten» Garten möchte, es darf nicht so aussehen wie bei mir! Tja, das ist der Preis, den man für einen naturnahen Garten bezahlt, es sieht nicht aufgeräumt aus und einen gepflegten Rasen findet man auch nicht.

Ein naturnaher Garten ist wie ein Supermarkt für Pflanzen und Tiere. An solchen Orten befinden sich für die Tierwelt wertvolle einheimische Sträucher, Stauden und Bäume, in denen sie sich ihre bevorzugte Kost und Logis selber aussuchen können.

Übrigens kennen Sie die Homepage www.floretia.ch? Geben Sie dort Ihren Wohnort ein, welche Tiere Sie anlocken möchten und allenfalls wie viel Platz Sie zum Bepflanzen haben. Einen kurzen Moment später erscheint eine Liste mit Vorschlägen für Pflanzen und/oder Kleinstrukturen für Ihren Garten.

Haben auch Sie den Mut einen unaufgeräumten Garten zu haben. Schneiden sie stehengelassene Sträucher und Stauden erst im März ab. Schichten Sie die Äste im Garten zu einem lockeren Haufen auf und nutzen Sie die Zeit, die Sie früher für das viele Rasen mähen brauchten, um Pflanzen und Tiere zu beobachten.

Zum Schluss ganz wichtig: Freuen Sie sich, wenn jemand zu Ihnen sagt, Ihr Garten sei nicht aufgeräumt!

Herzliche Grüsse, natürlich aus dem Garten

Verena Tüscher

PS: Dieser Bericht ist im Buchser Boten 1/2020 erschienen.