3. Mai 2019 – Spurensuche im Wald

Am 3. Mai 19 hat der Familienverein und der Natur- und Vogelschutzverein Buchs zu einer Spurensuche im Wald eingeladen. Zahlreiche Kinder und ihre Eltern haben sich aufgemacht, die Waldtiere zu erforschen. Neugierig wurden versteckte Vögel gesucht, deren Nester erforscht, Tierabdrücke geformt, Felle berührt und sogar ein Eichhörnchenschädel unter die Lupe genommen.

Nach dem folgenden Wissensparcours war es Zeit für eine warme Forschersuppe im Grüebli. Gestärkt kletterten die Kinder schon bald an den Hängen herum und die Eltern hatten Zeit für einen gemütlichen Austausch.

Was wird doch im Herbst in unseren Gärten geschnitten und gehäckselt, gerecht und geblasen! Dabei gäbe es oft einfache Lösungen: Äste und Laub lassen sich zu Haufen aufschichten und bilden wertvolle Kleinstrukturen, in welchen Amphibien, Igel und Blindschleichen überwintern können. Im nächsten Sommer brüten in den Asthaufen vielleicht auch Rotkehlchen und Zaunkönig.
Laub von einheimischen Bäumen bildet eine gute Abdeckschicht im Garten und wird über den Winter von den Regenwürmern und weiteren Bodentieren gefressen und zu Humus verarbeitet. Werden Bäume und Büsche mit dem nötigen Abstand zu Nachbarsgrenzen und Wegen gesetzt, müssen sie auch nicht alljährlich geschnitten werden. Bis zum nächsten Schnitt in einigen Jahren ist der alte Asthaufen schon fast verrottet.
Steinhaufen an sonnigen Lagen bieten Eidechsen Unterschlupf. Erstaunlich ist auch, was sich unter einem lockeren Brett im Garten verbirgt. Für Kinder ist es jedes Mal ein Erlebnis zu schauen, was alles forthuscht, wenn das Brett gedreht wird. Dickeres Totholz und Holzstrünke an sonnigen Standorten sind Lebensraum für viele Käferlarven und Insekten. Samenstände von Wildpflanzen sollen im Herbst nicht abgeschnitten werden. Die Sämereien werden im Herbst/Winter gerne von Vögeln gefressen. Jedes Jahr kann auch eine andere Ecke der Blumenwiese über
den Winter stehen gelassen werden. Schmetterlinge und weitere Insekten überwintern oft als Ei, Raupe oder in einem Kokon als Jungtiere in solchen Strukturen.

Hier erfahren Sie mehr darüber, wie Sie in Ihrem Garten einen Unterschlupf für Igel herstellen können: https://www.igelzentrum.ch/images/Doc/astlaubhaufen.pdf

In unseren Gärten fallen nun die farbigen Sträucher und Bäume auf. Hecken und grosse Bäume prägen ein Quartier nachhaltig. Sie bilden lauschige Ecken, werden als Abgrenzungen verwendet und bringen einen Hauch Natur und unser Dorf. Sie sind Wind- und Sichtschutz, Staubfänger und tragen mit ihrer Blattmasse zur Sauer-stoffproduktion bei. Eine 25 m hohe Buche hat eine Gesamtblattfläche von ca. 1600 Quadratmetern und setzt täglich rund 7000 Liter Sauerstoff frei, den Tagesbedarf von rund 50 Menschen.
Einheimische Sträucher und Bäume bieten vielen Tieren Lebensraum und Nahrung. So gedeihen über 160 Insektenarten auf einem Weissdorn. Jetzt im Herbst liefert der Holunder zahlreichen Zugvögeln Beerennahrung. Im Winter picken Amseln die roten Beeren der Vogelbeere und des Schneeballs. Die Beeren setzen bis in den Winter hinein Farbakzente und können zu feinen Konfitüren oder Sirups verarbeitet wurden.
Grosse Bäume brauchen Raum, der bei der Quartier- oder Gartengestaltung ein-berechnet werden muss. Kopfweiden lassen sich hin-gegen regelmässig zurück schneiden. Hecken sind vor allem dann wertvoll, wenn sie eine Vielfalt an einheimischen Sträuchern aufweisen und wenn Ast- und Laubhaufen darin angelegt werden. Sie sollen selektiv und ab-schnittsweise gepflegt wer-den. Ein jährlicher Radikal-schnitt in eine Viereck- oder Rundform ist der Tod einer Naturhecke.
Falls Sie bei sich im Garten eine Hecke oder auch einen Einzelstrauch pflanzen wollen, ist der späte Herbst die beste Zeit dafür. Wir beraten Sie gerne bei der Wahl von geeigneten Sträuchern und Bäumen für Ihren Garten.

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Heckenpflanzen bei der Schulanlage Suhrenmatte

Es war ein schöner und kalter Morgen als sich Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrkräfte ausgerüstet mit Schaufeln, Spaten und Spritzkannen zur Pflanzaktion einfanden. Eine Hecke mit über 400 einheimischen Sträuchern sollte an diesem Morgen gepflanzt werden. Damit die darunterliegenden Kanalisationsrohre erneuert werden konnten, wurde im letzten Jahr die bestehende Hecke abgeholzt. Der Natur- und Vogelschutzverein konnte vier Schulklassen sowie ihre Lehrpersonen des Berei-ches Suhrenmatte zur Aktion gewinnen. Unter der Feder-führung von creaNatira GmbH einer Toch-tergesellschaft von Pro Natu-ra Aargau wurden neben dem Pflanzen von Sträuchern und zwei Eichen auch Kleinstrukturen angelegt. Kleinstrukturen in Form von Ast- und Steinhaufen dienen Kleinsäugern und Reptilien als Rückzugsorte. Hier können sie Eier legen, Junge aufziehen und in einem sicheren Versteck überwintern.

Rund 70 Jugendliche und einige Erwachsene haben der einheimischen Flora und Fauna an diesem Morgen wieder etwas zurückgegeben. Die Sträucher werden, wenn sie grösser sind eine dichte Hecke bilden in der Vögel ihre Nester bauen und Junge aufziehen können und im Winter dienen ihnen die leuchtend roten und schwar-zen Beeren als Nahrung.
Selbstverständlich durfte eine Zwischenverpflegung nicht fehlen. Unter Mithilfe von vier Schülerinnen sorgte Marianne Wyler, die Präsi-dentin des Natur- und Vogelschutzvereins, für die Stärkung der motivierten Jugendlichen und Erwachsenen.

An dieser Stelle dankt der Natur- und Vogelschutzverein allen, die das Projekt für mehr Natur vor der Haustür, möglich gemacht haben: der politischen Gemeinde und der Kreisschule Buchs-Rohr. Ein besonderer Dank gilt dem Bauamt für das Bereitstellen von Material und Wasser und den Schulhausabwarten fürs anschliessende Putzen, denn wo gearbeitet wird insbesondere in der freien Natur, gibt es auch Schmutz und diesen zu entfernen war bestimmt nicht einfach.
Schülerinnen und Schüler berichten über den Morgen:

Mir hat das Heckenpflanzen gut gefallen. Das Beste war, dass wir so mehr Kontakt zu anderen Klassen hatten und etwas Gutes für die Natur getan haben. Ich hoffe, dass die Hecken schnell und ge-sund wachsen.
Samira, S3a

Wir haben zusammen über 30 Löcher gegraben und verschiedene Pflanzen eingepflanzt. Danach haben wir sie bewässert. Es hat uns grossen Spass gemacht.
Colin und Mustafa, S3a

Das Pflanzen hat uns grosse Freude bereitet. Als Dank bekamen wir noch ein feines Znüni.
Celina und Valdrina,

An Futterhäuschen hat man im winterlichen Garten Gelegenheit, Vögel aus nächster Nähe zu beobachten. In einem naturnahen Garten picken Vögel gerne auch Beeren von einheimischen Heckensträuchern ab oder Sämereien von Wildblumen.


Wann kann man Vögel füttern?

In milden Wintern finden Vögel meistens genug Nahrung. Füttern Sie deshalb erst bei Dauerfrost und Eisregen oder wenn eine geschlossene Schneedecke liegt. Füttern Sie vorzugsweise am Morgen, wenn die Vögel nach der langen Nacht hungrig sind. Am Nachmittag kann etwas Futter nachgefüllt werden, damit die Vögel genügend Nahrung für die kalte Nacht haben.

Weiterführende Informationen finden Sie in diesem Merkblatt:

  • Fütterung von Kleinvögeln: Wann und wie ist Fütterung sinnvoll? PDF 213 kb

Was ist das richtige Futter?

Vogelfutter aus Sonnenblumenkernen und Hanfsamen fressen die meisten Vögel am liebsten. Weichfresser nehmen gerne auch Haferflocken, Rosinen und reife Äpfel. Meisen und Buntspecht gehen gerne an Fettkugeln. Alles, was Palmöl, Kokosfett oder Erdnüsse beinhaltet, ist aus ökologischen Gründen nicht empfehlenswert. Das Gütesiegel «von BirdLife Schweiz empfohlen» garantiert naturnahe Produkte und qualitativ einwandfreies Futter.


Füttern, gewusst wie

Ein Silo bei Futterhäuschen sorgt dafür, dass die Vögel nicht im Futter stehen und es verkoten können. Das Futter darf nicht nass werden, und man sollte es auch nicht auf den Boden streuen.

Stellen Sie Futterhäuschen wenn möglich in die Nähe von Bäumen und Büschen. So haben Vögel einen Zufluchtsort. Die Futterstelle sollte dennoch im Umkreis von zwei Metern gut überschaubar sein, damit sich Katzen nicht anschleichen können.


Sauberkeit muss sein

Seuchenartige Erkrankungen wie die Salmonellose, eine tödliche bakterielle Darminfektion, können an Futterplätzen übertragen werden. Darum ist es wichtig, Vogelkot im Futter zu vermeiden. Vogelkot immer mit heissem Wasser beseitigen. Finden Sie tote Vögel um das Vogelhaus, entsorgen Sie diese sofort. Reinigen Sie das Vogelhäuschen gründlich und warten Sie 2–3 Tage, bis Sie es wieder einsetzen.


Ein jeder frisst, wie ihm der Schnabel gewachsen ist.

Körnerfresser

Finken und Sperlinge haben einen kräftigen Schnabel. Sie picken gerne Sonnenblumenkerne und Hanfsamen. Meisen und Kleiber tun sich ebenfalls daran gütlich. Auch zerhackte Baum- und Haselnüsse sind beliebt.

Insekten- und Weichfresser

Amsel und Rotkehlchen sind Weichfresser. Sie fressen gerne Haferflocken, Rosinen und reifes Obst.

Zugvögel

Sie sind eher selten Gast am Futterhäuschen. Trotzdem kann ein schneereicher Vorfrühling Zugvögeln wie dem Star die Nahrungssuche erschweren. Darum Komposthaufen oder Miststöcke abdecken und Haferflocken, Rosinen oder alte Äpfel füttern.

Turmfalkenprojekt im Lostorf

An einem windigen Abend Ende März wurden zwei Nisthilfen für Turmfalken am hohen Turm der Aarekies Aarau Olten AG im Lostorf angebracht. Gebaut wurden die Kästen von Schülerinnen und Schülern aus dem Schulhaus Gysimatte im Werken. Im Unterricht bei Ihren Lehrern Jonas Ramp und Christoph Schmid haben sie sich während eines Monats mit dem Greifvogel beschäftigt, dessen Jagdweise sehr spannend ist. Plötzlich stellt er sich im Flug gegen den Wind und verharrt im Rüttelflug erstaunlich lange an der gleichen Stelle, um nach Mäusen Ausschau zu halten. Hat er ein Opfer entdeckt, sticht er pfeilschnell nach unten. Auf ihrer Velofahrt auf der Suche nach dem Vogel konnten die Schülerinnen und Schüler genau dies beobachten.

Bei uns ist der Turmfalke seit den Sechzigerjahren wesentlich seltener geworden. Schuld daran sind die ausgeräumten, intensiv genutzten Landschaften, wodurch das Nahrungsangebot und die Nistmöglichkeiten abgenommen haben. Einer der Gründe, weshalb sich der Natur- und Vogelschutzverein unter der Leitung von Marianne Wyler und die Aarekies Aarau Olten AG mit Alexander Piel für Nisthilfen für den Turmfalken entschieden haben. Der hohe Turm des Kieswerks im Buchser Lostorf eignete sich hervorragend um die Nisthilfen zu montieren. Am Freitag konnte das Werk von Eltern, Geschwistern und weiteren Interessierten eingeweiht werden.

Neben der Besichtigung des Turms und der Nistgelegenheiten, erfuhren die Anwesenden von Alexander Piel dem Leiter Nachhaltigkeit wie ein Kieswerk arbeitet und wie Beton entsteht. Beat Haller, Leiter Natur und Boden des Fachverbandes der Kies- und Betonwerke, weckte mit einer spannenden Kurzexkursion bei den Kindern und deren Eltern das Interesse an der Natur.

Beim Umtrunk, der die Anwesenden vor dem Heimgehen stärkte, dankte Gemeinderat Walter Wyler allen Beteiligten für ihr Engagement. Er legte den Eltern und ihren Kindern ans Herz sich Zeit zu nehmen für eigene Naturbeobachtungen. Eine grosse Vielfalt halte die Natur in der nächsten Nähe für uns bereit, wir brauchen sie nur zu entdecken und ihrer Sorge tragen, so sein Credo.

 

 

 

 

Apfelbäume auf der Bircherwiese

Dank des kühlen und feuchten Frühlings gedeihen die neu gepflanzten Bäume prächtig. Alle haben wunderbar geblüht, haben Blätter angesetzt und erfreuen nun alle Kinder und Erwachsenen, die sich auf dem Spielplatz aufhalten oder an der Wiese vorbeispazieren.

 

 

Der Natur auf der Spur

Waldpädagogik mit dem Natur- und Vogelschutz vom 29. April und  3. Juni 2016.

Auch dieses Jahr kamen die 6-jährigen Kinder der Kreisschule wieder in den Genuss eines perfekt organisierten Waldpädagogikanlasses, diesmal durch den Natur- und Vogelschutz.

An den vielseitig vorbereiteten Posten, Vogelarten, Singen & Hören, Nester & Nisten, Futter & Schnäbel, gab es viel zu staunen, zu lernen und zu erleben. Die Kinder hatten die Möglichkeit sich aktiv und über das Erleben mit den Vögeln auseinanderzusetzen.
An jedem Posten bekamen die Kinder eine Vogelfeder geschenkt. Stolz und voller Ehrfurcht trugen wir sie in unser Stirnband gesteckt nach Hause!

Herzlichen Dank an alle Fachpersonen für den gelungenen Anlass und die tollen Erlebnisse im Wald!

 

 

 

 

 

Alpen- und Mauersegler sind wieder zurück!

An vielen Häusern in Buchs sind Brutkästen für Mauersegler angebracht. An schönen Abenden kann man sie nun wieder beobachten, wie sie ihre Runden um die Häuser drehen und dabei ihren schrillen Ruf ertönen lassen.

Auch die Alpensegler, die im ehemaligen Lonstroff-Gebäude ihre Brutplätze hatten, sind im unteren Torfeld zu beobachten. Interessant ist es ihnen am Abend zwischen zwanzig und einundzwanzig Uhr zuzuschauen, welche akrobatischen Flugkünste sie hier vollführen. Noch haben sie die Ersatznistkästen nicht entdeckt, welche der Seglerspezialist unseres Kantons Andres Beck an einem Gerüst angebracht hat. Mit Lockrufen ab Tonband werden die in unserer Gegend selteneren Alpensegler angelockt, damit die Brutkästen entdecken und hoffentlich bald Eier legen und Junge aufziehen können.

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Der Natur- und Vogelschutzverein Buchs dankt an dieser Stelle der der Bauherrin IBAarau, dass sie bereit ist, auch am neuen Gebäude wieder Brutkästen aufzuhängen, die dann in zwei Jahren bezugsbereit sind für die Alpensegler.

 

Grillstelle Grüebli

Der Natur- und Vogelschutz betreut die Grillstelle Grüebli im Buchser Wald. Die Feuerstelle steht allen offen, das Holz steht den Buchser Bevölkerung zur Verfügung.

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Tische mit Bänken, Feuerstelle, und Holzlager.

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Die Besuchenden werden gebeten, das Holz sparsam zu verwenden und die Grillstelle sauber und aufgeräumt zu hinterlassen.