Die Gartenkids sind los!

Im Mai und Juni war eine Schar Kinder bei Verena Tüscher zu Gast. Sie verbrachten drei Nachmittagen zusammen, um zu gärtnern.

Es wurden Töpfe mit Schmetterlings- und Raupenfutter bepflanzt, ein Insektenbuffet angesäht und natürlich auch Leckereien für die Gartenkids eingetopft. Spiele und Experimente durften auf keinen Fall fehlen.

Forschen stand ebenfalls auf dem Programm. Etwa wie schnell sich Weinbergschnecken bewegen, welche Würmer es in der Erde gibt oder was man mit einem Löwenzahn alles so machen kann. Schön zu sehen war, dass praktisch alle Kinder einen Regenwurm in die Hand genommen haben und ein paar haben ihn sogar mit „jööö“ betitelt.

Ein besonderes Highlight war sicher auch der Besuch beim Imker. Er führte die Kinder durch sein Bienenreich, in dem neben den „normalen“ Honigbienen auch zahlreiche Wildbienen zu Hause sind.

Alle hatten grossen Spass an den drei Nachmittagen. Auch Kinder die zu Hause nicht so Lust haben zum Gärtnern waren begeistert dabei.

Dieser 3-teilige Gartenkurs wurde zusammen mit dem Familienverein Buchs AG durchgeführt.

17. Mai – Amphibien im Lostorf

Rund 50 Personen versammelten sich beim Altersheim Suhrhard zur Abendexkursion. Martin Keiser und Simone Fedeli von BirdLife Aargau und dem Natur- und Vogelschutzverein Buchs geleiteten die die Interessierten durch den Wald  ins Gebiet der ehemaligen Kiesgrube im Lostorf. Hier entstand über die Jahre hinweg ein Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung.

Im Lostorf begrüsste die Präsidentin des Natur- und Vogelschutzvereins Marianne Wyler alle herzlich und stellte den Exkursionsleiter Christoph Bühler und die Mitleidende Petra Ramseier vor. Der Biologe Bühler ist im Auftrag des Kantons Aargau für die kantonale Bestandes-Überwachung der Amphibien (Amphibienmonitoring Aargau) verantwortlich. Die beiden Exkursionsleiter verstanden es bestens den Teilnehmenden die Amphibien und ihre Ansprüche näher zu bringen. So konnten einige Amphibien wie Fadenmolche, Gelbbauchunken und Kaulquappen in Aquarien bestaunt werden. Sie wurden später wieder an ihrem angestammten Platz ausgesetzt. Hören konnte man an diesem Abend auch die Gelbbauchunke mit ihrem typischen, feinen Gequake.

Bis zum Eindunkeln erfuhren die Anwesenden viel darüber, wie die Lebensräume für Amphibien beschaffen sein müssen, damit sie ideale Lebensbedingungen vorfinden. Fast alle Amphibien benötigen Wasser als Lebensraum für sich und ihren Laich. Nach dem Laichen wandern sie wieder in den angrenzenden Wald, wohin sich auch die Jungtiere zurückziehen, bis sie geschlechtsreif sind.

Im Gebiet Lostorf sind Gelbbauchunken, Molche, verschiedene Frösche und Kröten heimisch. Die Geburtshelferkröte und die Kreuzkröte waren vor Jahren regelmässig in den Teichen der stillgelegten Kiesgrube zu beobachten und sind leider in der letzten Zeit verschwunden. Damit sie sich wieder ansiedeln können, wurden mehrere Tümpel gebaut, die im Laufe des Jahres austrocken und sich im Frühling wieder mit Wasser füllen sollen. Dies ist nötig, damit räuberische Larven wie die der Libellen absterben und so der Laich der gefärdeten Arten besser aufwachsen kann.

11. Mai 2019 – Setzlings- und Pflanzentauschbörse mit Gartenbesichtigung

Auch wenn das Wetter eher kühl und feucht war, war es ein reges Kommen und Gehen an der ersten Setzlings- und Pflanzentauschbörse. Viele Pflänzchen, Setzlinge und grössere Pflanzen wurden gebracht und ebenso viele mitgenommen.  Samen von Blumen, Bohnen und Gemüse waren ebenfalls auf dem Tisch zu finden.

Die Gelegenheit mit Gleichgesinnten Erfahrungen auszutauschen oder Fragen zu einzelnen Pflanzen wurde ebenfalls rege benutzt. Genossen wurden Kuchen und Kaffee, Zopf und Süssmost oder Sirup.

Zwischen einzelnen Regengüssen zeigte Silvan Kaufmann allen Interessierten seinem Naturgarten. Zu bestaunen gibt es Wildblumen und – Kräuter, Nahrung für Raupen und später für Vögel oder Fledermäuse. Ebenso Kleinstrukturen in denen kleine Säuger und Vögel wertvollen Lebensraum finden. Einen Zaun, der aus abgeschnittenen Ästen gebaut wurde. Komposthaufen, in denen sich aus Garten- und Küchenabfällen wertvolle Erde entwickeln kann. Ein besonderes Juwel ist sicher auch die Baumhütte, die Silvan für seine beiden Buben gemacht.

Nach diesem erfolgreichen Anlass haben wir uns entschlossen, einen „Tausch-Tisch“ (am Postweg 10 in Buchs) bis Mitte Juni stehen lassen.

Wie funktioniert das?

Bringen Sie Ihre überzähligen Setzlinge und Pflanzen, beschriften Sie sie mit dem Namen der Pflanze und des Spenders sowie, wenn vorhanden, zusätzliche Informationen zum Standort, Verwendungszweck, Blütenfarbe, etc.. (nicht angeschriebene und kranke Pflanzen werden umgehend entfernt)
oder
nehmen Sie die Setzlinge und Pflanzen mit, für die Sie in Ihrem Garten einen Platz haben. (Sie brauchen nichts zu bezahlen.) Wir freuen uns, wenn viele Pflanzen und Setzlinge einen neuen Garten finden.

3. Mai 2019 – Spurensuche im Wald

Am 3. Mai 19 hat der Familienverein und der Natur- und Vogelschutzverein Buchs zu einer Spurensuche im Wald eingeladen. Zahlreiche Kinder und ihre Eltern haben sich aufgemacht, die Waldtiere zu erforschen. Neugierig wurden versteckte Vögel gesucht, deren Nester erforscht, Tierabdrücke geformt, Felle berührt und sogar ein Eichhörnchenschädel unter die Lupe genommen.

Nach dem folgenden Wissensparcours war es Zeit für eine warme Forschersuppe im Grüebli. Gestärkt kletterten die Kinder schon bald an den Hängen herum und die Eltern hatten Zeit für einen gemütlichen Austausch.

Holzen für den Brätelplatz – trotz Regen

Am 26. April wurden im Grüebli von wackeren Freiwilligen unter der Leitung von Gusti Schildknecht geholzt. Geholfen haben drei junge Tibeter, die in der Schweiz auf den Asylbescheid warten. Nach getaner Arbeit, leider bei Regen, konnten sich die Helfer mit einem kleinen Zmittag wieder stärken. Hier ein paar Eindrücke.

 

16. März 2019: Biotoppflege Lochweier-Lochwasser

Das Biotop ist wieder fit für den Frühling. Mitte März konnten die notwendigen Arbeiten bei schönem Frühlingswetter angepackt werden. Neben den eigenen Mitgliedern, die recht zahlreich erschienen sind, konnte Silvan Kaufmann auch Frauen und Männer des Netzwerks Asyl begrüssen. Bald wurde fleissig gearbeitet: Neophyten ausreissen, kleine Bäume umsägen, Sträucher aushacken. Mit den abgeschnittenen Ästen wurde der Zaun entlang des Weges verlängert und ausgebessert. Ein Astwalm als Unterschlupf für Kleinsäuger und Vögel wurde ebenfalls angelegt. Nach der Arbeit lud der Verein alle Helferinnen und Helfer zu einem einfachen Pastaessen ins Lokal des Feuerwehrvereins ein.
Herzlichen Dank allen Helfern und Helferinnen.

Mitgliederversammlung – Verena Tüscher neu im Vorstand.

Unser neues Vorstandsmitglied

An der Mitgliederversammlung vom 28. Februar wurde Verena Tüscher als neues Vorstandsmitglied gewählt und der bestehende Vorstand bestätigt. Ebenfalls bestätigt wurde die Präsidentin Marianne Wyler.

In ihrem Jahresrückblick berichtete Marianne Wyler, dass an allen Arbeitstagen viele Leute teilgenommen. In den beiden Biotopen Lochwasser und Lochweier wurde geholzt, geputzt und ein neuer Zaun erstellt. Es sind rund dreissig Personen, die im letzten Jahr mitgeholfen haben, dass die Biotope nicht verwalden und immer auch genügend Licht an die Teiche gelangen. Ebenfalls viele Familien mit Kindern nahmen an der Nistkasten-Reinigung teil, die wieder bei schönstem Herbstwetter durchgeführt werden konnte. 

Erfreulich war die Rechnung, die von der Kassierin Simone Fedeli präsentieren konnte. Sie schloss dank guter Ausgabendisziplin, Spenden und den vielen Teilnehmern an unseren Arbeitstagen positiv ab. Der Verein durfte im 2018 ein grosszügiges Legat von Marlies Fiechter entgegen nehmen. Der Betrag von 16 500 Franken wird vorläufig nicht angetastet und soll für ein grösseres Projekt verwendet werden, das der Vorstand der Mitgliederversammlung vorlegen wird.

Nach dem offiziellen Teil der Versammlung servierten Patrizia und Daniel Hächler einen feinen Imbiss. Später zeigte die Präsidentin einen Film zum Vogel des Jahres dem Kiebitz und einen Kurzfilm zur Geschichte des Klingnauer Stausees. Hier entsteht das neue Naturschutzzentrum von BirdLife Schweiz und Aargau, das im 24. Mai offiziell eröffnet wird. Auch der NVV Buchs hat einen Betrag dafür gespendet und dafür eine Gratisexkursion buchen kann.  

Wir danken Ihnen für das überweisen des Jahresbeitrags bis am 31. Mai 2019: Einzelmitglieder 35.00 Franken, Familienmitglieder 50.00 Franken.
Allfällige Spenden werden für unser aktuelles Projekt „Natur vor der Haustür“ verwendet. Wir danken herzlich für Ihre Treue zum Verein.

Die Natur- und Vogelschutzvereine Suhr und Buchs organisieren einen Grundkurs für Einsteiger. An vier Abenden und auf fünf Exkursionen lernen die Teilnehmenden die häufigsten Vogelarten unserer Umgebung kennen. Daneben erfahren sie viel Wissenswertes über das Leben der Vögel und ihre Lebensräume.

Der Kurs richtet sich an Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren. Anmelden können sich alle Interessierten.

Grundkurs Suhr-Buchs 2019 – Flyer

Anmeldschluss:                       17. Februar 2019
Kursstart:                                  28. Feb. 19.30-21.15 Uhr Aula Schulhaus Feld Suhr
Leitung und Anmeldung:       Hans-Ruedi Kunz, Neue Aarauerstrasse 85 E, 5034 Suhr,
Telefon:                                     062 824 50 80 oder E-Mail an: h.r.kunz@ziksuhr.ch

Alle Daten
Donnerstag, 28. Februar 2019, 19.30 – 21.15 Uhr:
Aula Schulanlage Feld, Suhr
Vögel beobachten und erkennen / Lebensraum Gewässer

Samstag, 2. März 2019, 9:30 – 11:30 Uhr:
Exkursion Gewässer
Besammlung: Süffelsteg / Badi-Parkplatz, Aarau

Donnerstag, 28. März 2019, 19.30 – 21.15 Uhr:
Aula Schulanlage Feld, Suhr
Körperbau der Vögel / Lebensraum Wald

Sonntag, 31. März 2019, 8.15 – 10.15 Uhr
Exkursion Wald
Besammlung: Buchs, Waldeingang Suhret

Donnerstag, 25. April 2019, 19.30 – 21.15 Uhr:
Aula Schulanlage Feld, Suhr
Brutbiologie / Vögel im Siedlungsraum

Samstag, 27. April 2019, 8.15 – 10.15 Uhr:
Exkursion Siedlungsraum
Besammlung: P Brügglifeld / KEBA Aarau

Donnerstag, 16. Mai 2019, 19.30 – 21.15 Uhr:
Aula Schulanlage Feld, Suhr
Vogelzug / Vögel des Kulturlandes

Samstag,18. Mai 2019, 8.15 – 10.15 Uhr
Exkursion Kulturland
Besammlung Fussballplatz Hofstattmatten, Suhr

Sonntag, 2. Juni 2019, 8.15 – 10.15 Uhr
Repetitionsexkursion und Kursabschluss
Ort noch offen

 

 

 

10. November 2018 – Nistkastenkontrolle oder Wohnungsputz bei Frau Meise

Zwölf Erwachsene und zwei Kinder konnte die Präsidentin Marianne Wyler zum traditionellen Anlass begrüssen. Sie dankte allen, die den Weg zur Jägerhütte gefunden hatten. Der Anlass wurde von  August Schildknecht vorbereitet und nach seiner Einführung, machten sich fünf Teams auf den Weg. Jedes nahm sich eine Route vor um die Nistkästen zu kontrollieren und zu putzen. Eine Gruppe erledigte dies an der Suhre entlang und rund ums Buchser Pumpwerk bei der Kirchenmatte. Das Wetter trocken, die Temperaturen angenehm, so machte es Spass durch den herbstlichen Wald zu wandern und nach Nistkästen Ausschau zu halten.

In den Nistkasten befanden sich Nester von Meisen und Kleibern und ab und zu auch ein Wespen- oder Hornissen-Nest. Selbstverständlich durfte auch die obligate Verpflegung und ein warmes Getränk nicht fehlen, Hier konnten wiederum die beliebten Schoggistängeli der Chocolat Frey angeboten werden, eine Spende, die nicht nur den Kindern schmeckte.Herzlichen Dank allen, die mitgeholfen haben!

 

Der Biologe Raffael Ayé ist Leiter Bereich Artenförderung bei BirdLife Schweiz. Er war schon als Kind mit seinem Grossvater unterwegs um Vögel zu beobachten. Sein Vortrag vom letzten Donnerstag war interessant und mit vielen Bildern anschaulich dokumentiert.
Eindrücklich ist, wie sich die Landschaft durch die rege Bautätigkeit in den meisten Dörfern und Städten verändert hat. Viele Naturwerte sind im Laufe der Jahrzehnte verschwunden. Die Gemeinde Ormalingen im Baselbiet war früher ein Dorf, das umringt war von Streuobstwiesen, wo zum Beispiel der Rotrückenwürger heimisch war. Auch unser Dorf ist ein Beispiel wie die Landschaft immer mehr verdichtet wird und so auch immer weniger Raum für die Natur zu finden ist.
Umso wichtiger, darauf zu achten, dass besondere Naturwerte erhalten bleiben und dass Anlagen und Gärten naturnah gestaltet werden. Unser Verein versucht die Bevölkerung dafür zu sensibilisieren und eigene Projekte in der Gemeinde zu realisieren.
In seinem Vortrag konnte Raffael Ayé auch darlegen, dass wir Menschen uns in einer naturnahen Umgebung wohler fühlen, als in einer Umgebung, die mit Rasen und schnurgeraden Hecken bestückt sind. Umso schöner, wenn dies bereits beim Planen einer Überbauung berücksichtigt wird. Dies kann sein, dass ein alter Baum stehen gelassen wird um Schatten zu spenden. Ansprechend für uns Menschen sind Wege die nicht schnurgerade und eckig verlaufen, sondern geschwungen durch eine Anlage führen. Eine Nische die mit einheimischen Büschen gestaltet wird, lädt später zum Verweilen ein. Hier fühlen sich nicht nur wir Menschen wohl, es sind auch Rückzugsorte für Vögel, Insekten und kleine Säugetiere wie Igel und Haselmäuse.