Der Vortrag von Biologe Raffael Ayé, BirdLife Schweiz war interessant und mit vielen Bildern anschaulich dokumentiert.

Der Biologe Raffael Ayé ist Leiter Bereich Artenförderung bei BirdLife Schweiz. Er war schon als Kind mit seinem Grossvater unterwegs um Vögel zu beobachten. Sein Vortrag vom letzten Donnerstag war interessant und mit vielen Bildern anschaulich dokumentiert.
Eindrücklich ist, wie sich die Landschaft durch die rege Bautätigkeit in den meisten Dörfern und Städten verändert hat. Viele Naturwerte sind im Laufe der Jahrzehnte verschwunden. Die Gemeinde Ormalingen im Baselbiet war früher ein Dorf, das umringt war von Streuobstwiesen, wo zum Beispiel der Rotrückenwürger heimisch war. Auch unser Dorf ist ein Beispiel wie die Landschaft immer mehr verdichtet wird und so auch immer weniger Raum für die Natur zu finden ist.
Umso wichtiger, darauf zu achten, dass besondere Naturwerte erhalten bleiben und dass Anlagen und Gärten naturnah gestaltet werden. Unser Verein versucht die Bevölkerung dafür zu sensibilisieren und eigene Projekte in der Gemeinde zu realisieren.
In seinem Vortrag konnte Raffael Ayé auch darlegen, dass wir Menschen uns in einer naturnahen Umgebung wohler fühlen, als in einer Umgebung, die mit Rasen und schnurgeraden Hecken bestückt sind. Umso schöner, wenn dies bereits beim Planen einer Überbauung berücksichtigt wird. Dies kann sein, dass ein alter Baum stehen gelassen wird um Schatten zu spenden. Ansprechend für uns Menschen sind Wege die nicht schnurgerade und eckig verlaufen, sondern geschwungen durch eine Anlage führen. Eine Nische die mit einheimischen Büschen gestaltet wird, lädt später zum Verweilen ein. Hier fühlen sich nicht nur wir Menschen wohl, es sind auch Rückzugsorte für Vögel, Insekten und kleine Säugetiere wie Igel und Haselmäuse.